Haardichte und Haartransplantation

Kategorie haartransplantation veröffentlicht am

Was versteht man unter Haardichte?

Unter Haardichte versteht man die Anzahl der Haarfollikel- Einheiten pro Quadratzentimeter auf der Kopfhaut. Bei einem gesunden Haarwuchs reicht die durchschnittliche Haardichte von 70 bis 110 Haarfollikel- Einheiten pro Quadratzentimeter. Jede Haarfollikel- Einheit besteht aus 1-4 Haarfollikeln.

Selbst bei einem gesunden Haarwuchs variiert die Haardichte je nach Veranlagung und Haarfarbe. Im Durchschnitt ist die Haardichte bei Rot-haarigen am niedrigsten, gefolgt von der Haardichte Brünett- Haariger, gefolgt von Schwarz- Haarigen. Die größte natürliche Haardichte haben in der Regel blond- haarige, wobei diese Haare meist dünner ausfallen.

Was ist die geeignete Haardichte für meine Haartransplantation?

Wann ist eine niedrige Haardichte im Falle von Haarausfall und sich lichtendem Haupthaar unproblematisch und bedenkenlos?
Welche angestrebte Haardichte ist im Fall einer Haartransplantation im individuellen Fall anzustreben und geeignet?

Die durch eine Haartransplantation angestrebte Haardichte ist unterschiedlich. Nur wenn die Haardichte den Voraussetzungen jedes einzelnen Patienten angepasst wird, kann ein natürlich wirkendes, überzeugendes Ergebnis entstehen.

Daher sind diese Fragen essentiell.

Die erzielte Haardichte einer Haartransplantation bzw. die Anzahl der zu transplantierenden Grafts richtet sich nach verschiedenen Variablen:

Einerseits den individuellen Gegebenheiten des Patienten und andererseits den Faktoren für Haardichte nach der Haartransplantation, die der behandelnde Chirurg in der Hand hat.

Individuelle Faktoren des Patienten:

  • Die Größe des Empfängerbereiches (in welches die Transplantate einverpflanzt werden)

Die Anzahl von geeigneten Spenderhaaren ist in Fällen von großflächigem Haarausfall (und damit einer großen Empfängerareal- Fläche) begrenzt und muss daher sinnvoll und ökonomisch umverteilt werden.

  • Eigenschaften des Spenderhaares: Haardichte, – farbe, Kontur der Haare: wellig, glatt oder lockig; Kontrast zwischen Haut und Haaren

 

Faktoren, die der behandelnde Chirurg in der Hand hat:

  • minimeter- präzises Einsetzen bei der FUE Technik der Haarfollikel an ihren neuen Ort
  • richtiges Vorbereiten der entnommenen Haarfollikel
  • sofern mehrere Tausend Grafts transplantiert werden, ist ein eingespieltes Team rund um den behandelnden Chirurgen essentiell damit jeder Handgriff sitzt
  • Haarfollikel müssen unbeschädigt und intakt aus dem Spenderbereich entnommen werden
  • Einpflanzen der Transplantate im Empfängerbereich unter Berücksichtigung und Anpassung der Wuchsrichtung der verbliebenen Haare

 

Ab welcher Haardichte wirken die Haare natürlich?

Wie bereits erwähnt hat ein Mensch mit gesundem Haarwachstum eine durchschnittliche Haardichte von 70- 110  Follikeleinheiten pro cm² . Fällt die Haardichte auf 50% oder mehr ab, dann spricht man von Haarausfall. Gleichzeitig kann man bei 50 Follikeln pro cm² die Kopfhaut noch nicht sehen, der Haarausfall ist nicht unbedingt optisch sichtbar. Sobald die Dichte auf 20 Follikel pro cm² und weiter sinkt, wird dies als verminderte Haardichte bezeichnet. Bei 10 Follikeln pro cm² und weniger wird die Kopfhaut gänzlich sichtbar.

Das angestrebte Ziel einer Haartransplantation muss nicht immer das volle Haar, das heißt ab 70 Follikel pro cm² sein. Auch 50 können reichen, um eine natürlich aussehende Haarpracht nachzubilden. In der Regel wird eine höhere Dichte an Haarfollikeln angesetzt, um sicher zu gehen.

Haartransplantation durch unqualifiziertes Personal haben folgende Risiken:

  • fehlende Vorqualifizierung des Spenderbereichs führt zu niedriger Anwuchsrate
  • Grafts werden nicht intakt entnommen oder bei der Verpflanzung beschädigt
  • Falsche Platzierung kann eine falsche Wuchsrichtung zur Folge haben; eine falsche Wuchsrichtung lässt das Haar optisch unnatürlich oder die Haarlinie ästhetisch nicht optimal und unnatürlich aussehen
  • Fehler während des Eingriffs können zu bleibenden Schäden am Haarkranz führen
  • Ein Durchführungsfehler beim Verpflanzen kann die Anwuchsrate vermindern und das Ergebnis verschlechtern

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